Ich sitze hier und denke über eine Situation von letzter Woche nach. Ich habe im Supermarkt gesehen, wie jemand eine ältere Dame, die offensichtlich Hilfe brauchte, einfach links liegen ließ. Ich selbst habe geholfen, aber dieses Gefühl der Gleichgültigkeit der anderen Person lässt mich nicht los. Es wirft für mich die Frage auf, ob unsere moralischen Impulse wirklich aus uns selbst kommen oder ob sie nicht oft erst durch die Anwesenheit und den Blick anderer aktiviert werden. Wo fängt für euch ethisches Handeln an, wenn niemand zuschaut?
Ethik beginnt dort wo jemand Verantwortung übernimmt auch wenn niemand zusieht und das gilt oft mehr als Worte
Vielleicht sind unsere moralischen Impulse gar nicht frei sondern hängen stark davon ab wie andere schauen und welche Erwartungen sie wecken
Manche sagen handelen beginnt erst wenn sichtbar wird wer zuschaut doch ich frage ob stille Hilfe auch zählt oder nur lautlob?
Kurz denke ich man sollte helfen doch mich quält die frage was bleibt wenn niemand beobachtet
Vielleicht wird das Thema Aufmerksamkeit zur währung in Gemeinschaften und das ändert was wir als gut empfinden
Ich will das thema neu rahmen und frage ob die frage selbst noch sinnvoll ist statt sofort eine antwort zu liefern