Ich spiele gerade wieder The Last of Us Part II auf meiner PS5 und bin einfach jedes Mal aufs Neue von der Grafik überwältigt. Es fühlt sich an, als wäre die Technik jetzt endlich da, wo sie für solche immersiven Welten sein muss. Aber irgendwie macht mich das auch nachdenklich. Ich habe das Gefühl, dass bei aller Detailverliebtheit manchmal der pure Spielspaß ein bisschen auf der Strecke bleiben kann. Vielleicht liegt es auch an mir, aber ich frage mich, ob andere diese Art von Spieldesign noch als pure Unterhaltung empfinden oder ob es mehr wie ein interaktiver Film ist.
Ich bin auch überwältigt von der Optik, die Details wirken echt. Trotzdem bleibt die Frage im Kopf ob diese Technik den Spielspaß in den Vordergrund rückt oder ihn eher hinterfragt.
In The Last of Us Part II sehe ich wie Grafikarbeit und Sounddesign einen eigenen Rhythmus erzeugen. Der Plot fesselt, doch oft bleibt die Mechanik im Hintergrund stehen und es fühlt sich an wie eine Entdeckung statt wie eine Aufgabe.
Der Glanz wirkt wie ein Film der uns zeigt was möglich wäre, aber manchmal fehlt der Mut zur Unordnung und zur Lücke. Es fühlt sich an als ob alles vorherbestimmt wäre.
Vielleicht geht es hier weniger um Unterhaltung im klassischen Sinn und mehr um eine Prüfung der Erwartungen an Kunst im Spiel. Was passiert wenn man statt der Handlung nur die Fragen weitergibt?
Grafik ist beeindruckend aber ich suche auch die kleinen Abdrücke im Gameplay statt der perfekten Szene.
Manche Leute erwarten klare Regeln und eine einfache Moral. In so einer realistischen Welt wirken diese Erwartungen manchmal fehl am Platz und das macht den Reiz aus.