Ich habe letztens in einem alten Tagebuch meiner Urgroßmutter gelesen, dass sie als Kind regelmäßig zu einer Art "Schulschiff" ging, das auf unserem Fluss lag. Das hat mich total überrascht, weil ich so etwas noch nie gehört hatte. Ich frage mich, wie verbreitet diese schwimmenden Schulen damals eigentlich waren und ob das eine lokale Besonderheit war oder ob es das woanders auch gab. Mir fehlt irgendwie der Kontext, um das einzuordnen.
Es klingt plausibel dass schwimmende Schulen in Flussgebieten praktiziert wurden und zwar als Lösung bei fehlenden festen Schulgebäuden.
In vielen Regionen gab es tatsächlich Schulschiffe und auch Berichte von einem Schulschiff das den Fluss als Lernraum nutzte.
Ob das eine große weltweite Praxis war oder eher eine lokale Besonderheit lässt sich ohne mehr Quellen schwer sagen.
Wäre es nicht denkbar dass dein Tagebuch eine spezifische lokale Initiative beschreibt und nicht den Durchschnitt widerspiegelt?
Ich frage mich ob der Blick zu sehr auf das Bild der Schule auf dem Wasser fixiert ist oder ob es größere Linien gab.
Vielleicht braucht es eine andere Perspektive und man denkt an Bildung auf Booten als Metapher für flexible Lernorte insgesamt.