Woher weiß man, ob die offizielle stadtgeschichte stimmt?
#1
Ich sitze gerade über meinen Notizen zur Stadtentwicklung im frühen Mittelalter und komme einfach nicht weiter. In meiner Heimatstadt wurde bei Bauarbeiten ein merkwürdiges Steinpflaster freigelegt, das viel älter aussieht als der mittelalterliche Marktplatz, um den es eigentlich gehen sollte. Jetzt frage ich mich, ob die offizielle Geschichtserzählung unserer Stadt vielleicht auf einem Irrtum beruht und die eigentlichen Ursprünge ganz woanders liegen. Das wirft für mich alles über den Haufen, was ich bisher für gesichert hielt.
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#2
Dieser Fund kitzelt die Angst, dass unsere gesamte Geschichtserzählung wackelt und plötzlich fühlt sich der Marktplatz eher wie eine Fassade als wie lebendige Vergangenheit.
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#3
Aus methodischer Sicht könnte der Fund neue Datierungskriterien erzwingen etwa durch Schichtenfolge keramische Typologie oder Baustrategien denn sonst bleibt die Geschichte eine beruhigende aber fragwürdige Vorstellung.
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#4
Vielleicht glauben Sie dass das Pflaster älter ist weil es so primitiv wirkt aber vielleicht hat jemand das Muster absichtlich repliziert um die Vergangenheit zu romantisieren.
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#5
Ich bleibe skeptisch und behaupte dass eine Steinplatte noch lange nichts beweist und die offizielle Erzählung sich stärker auf Dokumente stützen könnte.
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#6
Was braucht eine Stadt damit ihre Erzählung resilient bleibt?
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#7
Eine Idee ist der Ansatz der kontextuellen Archäologie der nicht nur Beweise prüft sondern den Kontext der Nutzung und der Geschichten in den Blick nimmt und damit Raum für mehrere Deutungen lässt.
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